Exkursion der 8. Klassen: Krakau

Am 13. September machten sich die SchülerInnen der 8. Klassen auf den Weg nach Polen um Krakau und das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz zu besichtigen.

Nach 10 Stunden strapazierender Busfahrt erreichen wir um 6 Uhr abends unser Hotel „Leopolis“, das in einem belebten Studentenviertel angesiedelt ist. Das erste Abendessen erfüllt unsere Erwartungen, doch das Frühstück übertrifft sie fast. Später beginnt unsere Tour durch die wunderschöne Stadt Krakau bei dem berühmten Königsschloss/Kathedrale, dem Wawel. Nach kurzer Besichtigung des Denkmals erkunden wir die lebendige Innenstadt und verteilen uns in der Mittagspause in alle Himmelsrichtungen, hungrig und neugierig zugleich. Nachdem wir dem berühmten Trompetenspiel der Marienkirche lauschten, wandern wir nach Kazimierz, dem Judenviertel Krakaus. Das bunte, wenn auch im Vergleich zum von Touristen gefluteten Zentrum etwas ruhige Viertel, zeigt wenig von seiner Vergangenheit als verlassenes, trostloses Ghetto. In der darauffolgenden Pause bis zum Abendessen beschließen wir, mit einer kurzen Schifffahrt auf der Weichsel weitere Eindrücke von der Stadt des Salzes und Silber zu gewinnen. Unser Abendessen genossen wir in einem traditionellen jüdischen Restaurant, wo wir auch durch eine jüdische Band bestens unterhalten wurden.

Am nächsten Tag steht der eigentliche Kernpunkt unseres Ausflugs an: Auschwitz. Zuerst besichtigen wir das erste Lager und bereits hier ist die Verwundbarkeit und Emotionalität der Schülerinnen und Schüler zu spüren. Es ist für alle ein Schock, als die Zahlen langsam zu Gesichtern werden. Neben den Barracken, die zu Ausstellungen umgebaut wurden, besichtigen wir noch die Verließe und die Gaskammern, bevor wir uns nach Auschwitz-Birkenau aufmachten. Dieses Lager überwältigte allein durch schiere Größe und Brutalität. Auf der Rückfahrt schweigen wir.

Ein Teil von uns erholt sich mit einem Shopping-Trip in der „Galeria Kakowski“, wo noch die letzten Zloty verprasst werden, und nach dem Abendessen diskutieren wir das Geschehen.

Am Samstag treten wir die zehnstündige Heimreise an und wir kommen mit vielen neuen Erfahrungen Zuhause an.

Viktoria Urabl, 8a